Fliegen mit Baby

Einen Urlaub mit Baby? Warum eigentlich nicht. Nur die wenigsten Eltern verzichten komplett darauf, mit ihrem Baby zu verreisen. Nur wohin die Reise gehen soll und wie verreist wird, darüber herrscht Uneinigkeit in der Riege der Eltern. 

Während die einen die Autoreise vorziehen, weil diese ein Höchstmaß an Flexibilität bietet, möchten andere nicht auf den liebgewonnenen Komfort verzichten, der nach der Ankunft im fernen Urlaubsland im 4-Sterne-All-inclusive-Hotel warten kann. Die gute Nachricht lautet: Fliegen mit Babys ist natürlich erlaubt und nur deswegen vielleicht etwas aufwendiger, weil im Vorfeld einiges zu beachten ist, was in einer übersichtlichen Checkliste zusammengefasst wurde und bei Babelli.de zum kostenlosen Download zur Verfügung steht. Die wichtigsten Fragen rund ums Fliegen mit Kind werden in diesem Beitrag beantwortet.

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Ab wann darf ein Baby überhaupt fliegen?

Unter aerzteblatt.de wird empfohlen, mit vier bis sechs Wochen alten Babys nicht in ein Flugzeug zu steigen. In diesem jungen Alter ist unklar, ob die Lunge vollständig entwickelt ist, erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte online. Darüber hinaus benennen die Mediziner weitere Gründe, die von einem Flug mit Baby abhalten sollten: Chronische Erkrankungen der Lunge oder des Herzes sowie ein Infekt der Atemwege, Ohrenschmerzen oder gar eine Ohrenoperation sind K.O.-Kriterien für einen Flug mit Kleinkindern mit Babys.

Tipps mit Baby im Flugzeug

Wie fühlt sich der Flug für ein Baby an?

Natürlich ist es schwer herauszufinden, was das Fliegen in einem Baby oder Kleinkind auslöst. Was jedoch rein medizinisch bedingt ist, ist die Tatsache, dass sich die Schwankungen des Sauerstoffgehalts, die Geräuschkulisse an Bord, Stress und eine Veränderung des Schlafrhythmus negativ auf das Kind auswirken können. Im schlimmsten Fall ist der Druck, den ein Erwachsenen auf den Ohren verspürt, um ein Vielfaches erhöht. 

Eltern sollten ihre Kinder im Landeanflug sowie beim Start dazu ermutigen, in kleinen Schlucken zu trinken. Das ermuntert sie zum Schlucken, was den Druck im Ohr mindern kann. Auch ein abschwellendes Nasenspray kann dabei helfen, den Folgen des Druckausgleichs zu begegnen.

St-Martin-Airplane-Spotting

Wird das Baby im Flugzeug angeschnallt?

 Wird es. Nur wie es angeschnallt wird, hängt mitunter von der Airline ab. Einige Airlines bieten Babysitzvorrichtungen, andere hingegen erlauben die kostenlose Mitnahme von Autositzen. Was für die individuell gebuchte Airline gilt, sollte vor dem Flug geprüft werden. Um ganz sicher zu gehen, kann eine telefonische Nachfrage wenige Tage vor der Reise dabei helfen, sicherzustellen, dass die speziellen Wünsche auch entsprechend beim Reiseticket dokumentiert wurden. Einige Tipps zur Wahl des besten Sitzplatzes finden Interessierte hier.

Der eigene Sitz ist aus mehreren Gründen die besten Wahl: Er ist nicht nur gewohntes Terrain für das Kind, sondern kann auch im Urlaubsland Sicherheit bieten, wenn beispielsweise ein Mietauto am Flughafen wartet. Eltern können alternativ im Vorfeld spezielle Gurtsysteme kaufen, auf den Babykorb der Airline setzen, ein Kinderbettchen buchen (was meist nicht bei Start und Landung nutzbar ist) oder das Kind via Loop-Belt-System sichern. Unabhängig davon für welche Form des Sicherheitsgurtes sich die Eltern entscheiden, sollte im Vorfeld abgestimmt werden, welche Sicherheitsoption die Airline überhaupt erlaubt. So können Fehlkäufe minimiert werden.

Was darf im Handgepäck nicht fehlen?

Mit Kinder am FlughafenJe wohler sich Babys an Bord fühlen, desto ruhiger verläuft die Reise für Eltern und Kinder. Deswegen darf das Handgepäck mit Kleinkind ruhig üppiger ausfallen. Babys brauchen ihr Lieblingskuscheltier, einen Schnuller, vielleicht ihre Kuscheldecke, Windeln, Feuchttücher und ausreichend frische Kleidung zum Wechseln, falls etwas über den Wolken daneben geht. Kleinkinder sollten etwas mit an Bord nehmen dürfen, was ihnen die Zeit vertreibt: Spielsachen (keine Spielzeugwaffen), Malsachen, ein Buch oder ein kleines Tischspiel (beim es nicht so viele kleine Teile gibt) dürfen also nicht fehlen. 

Bezüglich Essen und Trinken im Handgepäck gelten für Familien mit Babys und Kleinkindern bis drei Jahren spezielle Regeln: Die Beschränkung auf 100 Milliliter Flüssigkeit kommt hier nicht zum Tragen. Allerdings gilt das Reglement, dass Flüssigkeiten immer in einem durchsichtigen Plastikbeutel verschlossen werden müssen. Bezüglich der Lebensmittel gilt: Feste Nahrungsmittel, wie etwa Brot und Kekse, sind erlaubt. Streichbares, wie etwa Honig, Nutella und sogar Mozzarella, gelten als Flüssigkeit und dürfen nicht mit an Bord.

Braucht ein Baby einen Ausweis?

Ja, durchaus. Die Ausstellung des Ausweises ist in diesem Zusammenhang das kleinste Problem. Zur Herausforderung könnte hingegen das Foto werden, das auf Aufweis-Dokumenten biometrisch sein muss. Das heißt: Kein Lachen, kein Lächeln, ein geschlossener Mund (ohne Schnuller) und ein gerade auf die Kamera gerichteter Blick sind notwendig, um von dem Baby ein biometrisches Bild machen zu lassen. Weitere Gegenstände auf dem Bild, wie etwa eine Puppe oder eine Mütze auf dem Kopf, sind tabu. Unter bmi.bund.de gibt es eine Foto-Mustertafel, die exemplarisch zeigt, was erlaubt ist und was nicht.

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