Cebgo Tripreport DG6051 MNL-USU

Neulich ging es für den Airguru während einer Reise auf den Philippinen mit dem lokalen Billigflieger Cebgo von Manila nach Busuanga (Coron). Leider war dieser Flug einer der schlimmsten überhaupt. Warum der Cebgo Flug von MNL nach USU definitiv auf die Top-Liste der Airguru Horrorflüge gehört und was es dort zu erleben gab, hier im Trip-Report mit Cebgo Flug DG6051.

  • Airline: Cebgo
  • Strecke: MNL-USU (Manila, Philippinen – Busuanga, Philippinen)
  • Flugnummer: DG6051
  • Datum: 26.03.2019
  • Klasse: Economy
  • Flugdauer: 0:49h
  • Flugzeug: ATR72-500/600
  • Flugzeugalter: Brandneu
  • Registrierung: RP-C7281

Mögliche Cebgo Flüge Manila – Busuanga

Cebgo DG6051 Tripreport


Check in Cebgo Flug DG6051

Der Check-In am kleinen Terminal 4 am Ninoy Aquino Airport in Manila verlief reibungslos. Es gab keine lange Schlangen und genügend Check-In-Schalter standen zur Verfügung. Das ist leider der einzige Punkt, den Cebgo gut hinbekommen hat…

10/10 Punkte

Cebgo Check In Manila Terminal 4 MNL-USU


Verspätung am kleinen Terminal 4 in Manila

Cebgo Boarding ManilaNach dem Betreten des Wartebereichs vor den Gates wurde aber sofort klar, warum der Terminal 4 in Manila zu den schlechtesten überhaupt gehört. Der gesamte Warteraum ist sehr klein und es sind sehr viele Menschen dort, welche auf ihr Flüge warten. Verpflegung ist in Form von 2-3 kleinen Coffee-Shops vorhanden. Zudem gibt es eine Toilette und das wars auch schon.

Das Terminal 4 in Manila wahrlich ein echtes Billigflieger-Terminal und alles andere als angenehm. Umso schlimmer, dass eine Verspätung des Fluges DG6051 angekündigt wurde, welche weitere Wartezeit im Terminal mit sich brachte.

Mit gut 30 Minuten Verspätung konnte der Flug dann jedoch zu Fuß über das Vorfeld geboarded werden. So weit so gut.

Manila Airport Verspätungen am Tag des Cebgo Fluges

Flughafen Manila Terminal 4


Wartezeit für den Take-Off

Das Boarding bei Cebgo ging zügig über die Bühne und mit nur rund 30 Minuten Verspätung rollte der Flieger vom Vorfeld in Richtung Startbahn, welche wirklich nur einen Steinwurf von der Parkposition entfernt liegt.

Blick aus dem Fenster der ATR72Leider hatte der Captain aber bereits angekündigt, dass mit rund 10-20 Minuten Wartezeit auf die Startfreigabe zu rechnen ist. Daraus wurde aber nichts und so dauerte es rund eine Stunde bis das Flugzeug endlich abheben durfte.

So saßen alle Passagiere rund 60 Minuten zusammengekauert in der kleinen ATR72 High-Density-Bestuhlung. Da im Stillstand die Klimaanlage der kleinen ATR72 nicht genügend Leistung hat die Kabine herunterzukühlen, wurde es extrem heiß und stickig im Inneren. Wasser oder Services seitens der Flugbegleiter wurde auch in diesem Fall nicht angeboten.

Generell war die Wartezeit eine echte Horrorsituation für alle Reisenden und es stand vielen der Schweiß auf der Stirn. Wenn man bedenkt, dass der eigentliche Flug nur rund 50 Minuten dauerte, ist die Wartezeit von 60 Minuten auf dem Rollfeld eine Unverschämtheit.


Sitze und Aufmachung bei Cebgo

Immerhin hatte man so genügend Zeit die Sitze und sonstigen Funktionen und den Service bei Cebgo einem genauerem Blick zu unterziehen. Zu sehen gab es allerdings nicht viel. Neben nerviger „Disco-Musik“ beim Einstieg und einem nervigem Quiz während dem Flug gibt es keinerlei Unterhaltung bei Cebgo an Bord.

Das mag ja noch alles verkraftbar sein. Der geringe Sitzabstand und die Tatsache, dass sich die Rückenlehne nicht zurückstellen lässt, ist es aber nicht. Vor allem große Menschen fühlen sich auf jeden Fall unwohl. In Kombination mit der heißen Flugzeugkabine ein Graus!

Während des Fluges wurde dann natürlich der Service von Cebgo gestartet, welcher sich darauf beschränkt Snacks und Getränke zu verkaufen. Selbst bei der Verspätung von 30 Minuten am Terminal und 60 Minuten in der zu heißen Kabine auf dem Vorfeld gab es nicht einmal ein gratis Wasser für die Passagiere. Unverschämt!

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Der Flug

Auch während des restlichen Fluges gelang es der schwachen Klimaanlage nur langsam die Kabine herunterzukühlen und so war es nach rund 50 Minuten Flugzeit am Ziel außerhalb der Kabine immer noch kühler als innen. Beim Aussteigen strömte einem förmlich frische kühle Luft entgegen und das in Südostasien in tropischem Ambiente!

Immerhin war der Flug-Captain nett und informativ und hielt die Passagiere immer auf dem laufendem. Generell versuchte dieser auch die Verspätung aufzuholen und flog die Strecke von Manila nach Busuanga in nur 49 Minuten Flugzeit. Cebgo gibt sonst mehr als 1:15 Flugzeit an.

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Cebgo ATR72 Entladung


Cebgo Tripreport DG6051

Generell war es vor allem die Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen, welche den Cebgo Flug von Manila nach Busuanga zu einem extrem unangenehmen Erlebnis gemacht haben. Einige sind Fehler verzeihbar, andere definitiv der Fluggesellschaft anzulasten.

Dass Cebgo vom Terminal 4 operiert und oft mit Verspätungen zu kämpfen hat, geht definitiv auf deren Kappe. Die lange Wartezeit auf die Startfreigabe war dann wohl Folge der Verspätung, da der Manila Airport sehr geschäftig ist und der regulär geplante Slot verloren ging.

Auch die extrem enge Bestuhlung ohne Verstellmöglichkeiten sind mit selbst bei einem Billigflieger nur selten untergekommen. Zusätzlich ist es extrem unverschämt bei 60 Minuten Wartezeit in einer heißen Passagierkabine nicht einmal einen Becher Gratis-Wasser herauszugeben…

Wäre bei Cebgo alles nach Plan verlaufen, dann wäre hier nicht zu viel zu bemängeln gewesen außer eben dem geringen Sitzabstand. Bei einem Billigflieger zu entlegenen Inselzielen sollte einem dies aber klar sein und Flüge im Bereich von 1 Stunde lassen sich auch ohne größere Probleme überstehen.

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Überblick der Rezensionen
Check-In
10
Boarding
0,5
Sitze & Beinfreiheit
0,5
Service
0,5
Bordklima
0,5
Pünktlichkeit
0,5
Airguru Mike ist mehr als 200 Tage im Jahr unterwegs und hat sich vor allem den Fernreisen verschrieben. Dabei ist er vor allem im asiatischen Raum unterwegs und kennt die Gegend und deren Airlines wie seine Westentasche. Ganz gleich ob Low-Cost-Carrier oder Business-Class, Mike ist auf unterschiedliche Arten unterwegs und erlebt so alle Facetten des Reisens. Neben Reiseberichten, Trip-Reports und Airline-Reviews finden Sie hier auch ausführliche Tutorials von Mike. Denn er ist der leidenschaftliche Meilensammler des Airguru-Teams und lässt Sie hier an seinen Erfahrungen teilhaben.

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